13. Verhandlungstag – Unklarheiten und Verlesung weiterer Urteile

13. Verhandlungstag 07.09.2018

Die Vorsitzende Richterin kündigt für den heutigen Prozesstag die erneute Ladung der Zeugin S.B. für 11 Uhr an. Anschließend verkündet sie die Bekanntgabe von E-Mailverkehr und Telefonvermerken, die der laut Wende-Spors hierbei sehr engagierte Richter Finke in der „unendlichen Geschichte der Sprengversuche“ erstellt habe. Eigentlich habe die BAM (Bundesanstalt für Materialprüfung und -forschung) in Berlin die Sprengung zugesagt, dazu sei Herr K. (Sachverständiger im Prozess, geladen am 15.08.18, siehe Protokoll vom 9. Verhandlungstag) nun aber nicht mehr bereit. Sie hätten vor Ort selbst so viel zu tun, dass die Sprengung frühestens im Dezember durchführbar sein. Diese Information wird von Wende-Spors als „wirkliches Unding“ bezeichnet. Das LKA Hamburg würde nun seinen Sprengplatz zur Verfügung stellen, allerdings nur „den nackten Platz“, Herr W. benötige demzufolge zur Durchführung noch die entsprechende Technik, die er in einem Zweitwerk in Trittau besorgen könne. Der dort zuständige Mitarbeiter sei jedoch erst nächste Woche wieder zu erreichen. Herr W. sei bemüht, den 27.09. als Termin seiner gutachterlichen Stellungnahme zu halten.

Triggerwarnung:
Im folgenden Protokoll werden explizite Gewaltakte und sexualisierte Gewalt beschrieben. Außerdem werden rassistische, stereotypische und diskriminierende Begriffe explizit wiedergegeben.

Nun stellt die Vorsitzende Richterin nach §249, Absatz 1 StPO den Prozessbeteiligten die Kopien der Ausdrucke des auf dem Handy der Zeugin v.S. abgespeicherten Chatverlaufs mit der Zeugin B. zur Verfügung.
In verteilten Rollen lesen Wende-Spors und Richter Finke nun die Kommunikation vor.

B (10.8.18): Huhu bitte denk dran wir haben nicht über das Verfahren gesprochen, sondern nur über die Weitergabe deiner Daten ans Gericht

vS: Ich find‘s gut, dass du dich bei Gericht gemeldet hast, aber nicht gut, dass du nicht ehrlich bist. Ich werde sicher nicht für dich oder dein ambivalentes Verhalten Falschaussagen machen.

B: Verstehe ich. Wollte dich nicht in Bedrängnis bringen, Ist richtig was du gemacht hast, habe vor Gericht auch die Wahrheit gesagt. Wünsche dir alles Gute, hoffe, du kannst vergessen und abschließen.

vS: Du hast nicht jede Wahrheit gesagt, sagst du fühlst dich belästigt und bedroht, sprichst aber mit ihm und wolltest von mir Infos über ihn. Wenn du denkst du hast die Wahrheit gesagt, bist du wahrnehmungsbefreit. [unverständlich]
: mich nervt, dass du durch deine nicht korrekte Aussage andere in Schw bringst

B: Habe keine Infos gewollt weiß nicht, was das mit der Show soll, verstehe nicht (…) Habe das letzte Mal mit ihm gesprochen auf meinem Grundstück, als er mir gedroht hat

B: Habe ihm gesagt, dass sein Sohn nicht mehr bei mir ist, normale Unterhaltung

vS: egal, was du willst, bring mich nicht in Schwierigkeiten. Wenn ich See und KH gesagt hätte, hätte ich dich in Schw gebracht. Hätten die weiter nachgebohrt hätte ich ihnen gesagt dass du mit ihm am See hockst. Deine Aufmerksamkeitssucht kann man therapieren wenn mal will

B. zeitliche Abfolge passt nicht

vS: … mich anzulügen… mach mich nicht weiter wütend, ich hoffe das Ding ist durch

B: vergiss es, ich schreibe eh nur, was falsch rüberkommt, brauche mich nicht mehr zu rechtfertigen, ist mir zu blöd

Im Anschluss übergibt die Vorsitzende Richterin das Wort an Richter Finke, der Mailverkehr und Telefonvermerke im Zeitraum vom 29.08.-07.09.18 bezüglich der Beauftragung der Sprengversuche verliest.

Richter Finke fragt in einer Mail an M. F. vom LKA 724 HH, ob auf dem Sprengplatz des LKA eine Sprengung durchführbar sei; ob die Witterungsverhältnisse ok und der Sprengplatz freigegeben und nutzbar sei. Das LKA antwortet, der Platz sei nutzbar ohne wesentliche Einschränkungen. Grundsätzlich sei nicht ausgeschlossen, dass externe durch das Hamburger Gericht bestellte Gutachter den Platz nutzen.

Anschließend teilt Richter Finke mit, dass der Sachverständige L. K. mitgeteilt habe, kurzfristig nicht unterstützen zu können.
Laut Herrn W. habe die BAM allerdings zugesagt, dass dieser dort in den letzten beiden Septemberwochen sprengen könne.
Es folgt jedoch eine weitergeleitete Mail, in der K. an W. schreibt, dass ein Sprengversuch in der BAM erst im Dezember durchgeführt werden könne. Er begründet dies mit starker Auslastung, es könne dem Gutachter Infrastruktur, Messtechnik und Personal nicht zur Verfügung gestellt werden. In derselben Mail verweist K. darauf, dass seiner Meinung nach ein solcher Versuch überflüssig sei, da die Splitter keine Gefährlichkeit für Leib und Leben dargestellt hätten, das habe er auch schon in seiner Aussage vor Gericht mitgeteilt.

Für ein Gutachten über die „objektive Gefährlichkeit“ pyrotechnischer Gegenstände auf den menschlichen Körper aus rechtsmedizinischer Sicht fragt Richter Finke bei der Berliner Charité an. Von dieser erhält er die Auskunft, dass dort „keine Expertise zu Ballistik vorhanden“ sei und den Verweis auf Prof. M. R. von der Universität Köln.
R. antwortet auf die Anfrage von Finke, grundsätzlich bereit zu stehen; er habe auch bereits mit dem BKA zusammengearbeitet. Er benötige für das Gutachten allerdings die Messungen der Sprengversuche, insbesondere Informationen über Druckspitze und -dauer sowie die Beschaffenheit der Pyrotechnik.

Richter Finke verliest die Rückmeldung von M. F., dass der Sprengplatz des LKA kurzfristig zur Verfügung stehe und der Gutachter selbstbestimmt seine Versuchsreihe durchführen könne; lediglich die letztendliche Entscheidung, dass gesprengt wird, müsse von einer Person des LKA getroffen werden.

Finke gibt Info an Dr. W.; W. bestätigt, dass er in Hamburg sprengen kann, voraussichtlich übernächste Woche. Er geht davon aus, seine Ladung am 27.9. wahrnehmen zu können.

Prof. R. teilt Finke mit, dass er den von der Kammer vorgesehenen Termin am 8.10. halten könne.

Im Anschluss an die Verlesung beauftragt die Vorsitzende Richterin den Richter Finke damit, die Mail von R. an W. weiterzuleiten, damit dieser wisse, welche Ergebnisse und Informationen R. brauche. Wende-Spors spekuliert, warum K. nun nicht mehr willig ist, bei Sprengversuchen zu unterstützen; mutmaßt, weil er ‚beleidigt’ sei, dass die Kammer einen zweiten Gutachter beauftragt.

Die Vorsitzende Richterin stellt nun der Staatsanwältin die Frage, ob die Beschädigung der DVD geklärt sei. Diese bejaht; es sei heute ein neues, unbeschädigtes Exemplar angekommen, das noch nicht gesichtet sei. Die Staatsanwältin überreicht die DVD der Vorsitzenden Richterin und nimmt Bezug auf das Ersuchen der Kammer zur Sichtung des von der Bundespolizei ermittelten weiteren Videomaterials. Die Kammer beschließt, das Material sichten und Mitteilung machen zu wollen; Staatsanwaltschaft und Verteidigung sollen anschließend die Möglichkeit zur Einsicht erhalten, falls gewünscht.

Weiteres Programm: Herr W. erstattet am nächsten Verhandlungstag sein psychiatrisches Gutachten: 14.09. um 10:00 Uhr Prozessbeginn (zeitliche Verlegung auf seinen Wunsch hin)

Die Vorsitzende Richterin kündigt an, nach der Einvernahme der Zeugin S.B. das Verlesungsprogramm fortzusetzen.

Pause/Warten auf S.B. ab 10:35 – Pause bis 11 Uhr.

Erneute Einvernahme von S. B.

Die Vorsitzende Richterin fragt die Zeugin, ob ihr die Pflichten noch geläufig seien. Sie betont, dass S.B. wahrheitsgemäß aussagen müsse und fragt nach, ob diese verstanden habe, dass sie sich sonst strafbar mache. Es folgt die Abfrage der persönlichen Daten der Zeugin.

S., 43, Finanzbeamtin, Nusse

Die Vorsitzende Richterin erläutert, dass die Zeugin vS. noch einiges zur Person der Zeugin S.B. gesagt habe und die Kammer Nachfragen habe. Sie fragt S.B., was sie mit vS. besprochen habe, nachdem sie vS‘s Namen im Prozess genannt hatte.

S.B. antwortet, sie habe mit vS. telefoniert und ihr erzählt, dass sie bei Gericht gewesen sei. Sie hätten sich darüber unterhalten, dass vS. nicht zum Gericht gehen wolle und deshalb sauer auf S.B. sei.

Wende-Spors fragt, ob die beiden sich auch über den Prozess unterhalten hätten, was S.B. bejaht. Auf die Frage, worüber genau, gibt S.B. an, sie hätten über die Fragen gesprochen, die ihr gestellt wurden. Danach setzt sie mehrfach an und bricht ab, sagt, sie würde versuchen sich zu erinnern, bricht wieder ab und endet noch mal mit der Aussage, sie hätten sich über die Fragen unterhalten, die ihr vor Gericht gestellt worden seien.

Wende-Spors hakt nach, ob sie sich nur darüber unterhalten hätten. S.B. antwortet, dass sie sich auch über vieles andere unterhalten hätten, da sie sich länger nicht gesehen hätten; es sei ein längeres Gespräch gewesen.

Die Vorsitzende Richterin fragt, inwiefern sie konkret über den Prozess gesprochen hätten. S.B. antwortet, „wie das eben halt zustande kam, dass ich das in der Zeitung gesehen hatte.“

Wende-Spors hakt weiter nach, was sie noch besprochen hätten. Nach kurzem Nachdenken gibt S.B. an, sie hätten auch darüber gesprochen, wie Kronbügel bei ihr (S.B.) „Ärger gemacht hat“; zu diesem Zeitpunkt hätten sie Kontakt gehabt.

Wende-Spors fragt, ob S.B etwas dazu gesagt habe, was bei ihr im Sommer „abgegangen sein soll“. S.B. bejaht, worauf Wende-Spors konkreter fragt, ob sie darüber gesprochen hätten, wie S.B. wünsche, wie der Prozess ausgehen würde.
Dies bestätigt S.B. mit Nachdruck, sagt, sie habe vS. gesagt dass sie sich wünsche, dass „er entsprechend seine Strafe bekommt.“

Die Vorsitzende Richterin fragt, ob S.B. dies so formuliert habe. Diese antwortet, dass sie das nicht wörtlich gesagt habe. Wende-Spors hakt nach, ob S.B. „möglichst lange weggesperrt“ gesagt habe. S.B. antwortet, das habe sie „sicher gesagt“.

Wende-Spors fragt, ob das S.B.‘s Wunsch entspreche. S.B. bestätigt das. Wende-Spors fragt nach, warum. Darauf antwortet S.B., dass es immer dann, wenn Kronbügel „weggesperrt“ gewesen sei, bei ihr zu Hause ruhig gewesen sei.

Die Vorsitzende Richterin fragt daraufhin, ob dieser Wunsch S.B.‘s Einfluss auf ihre Aussage gehabt, ob sie deswegen übertrieben oder die Unwahrheit gesagt hätte. S.B. verneint, sie sei „so ein Mensch nicht“, sie übertreibe nicht.

Wende-Spors kommt wieder auf den Kontakt mit vS. zu sprechen. Sie fragt, ob S.B. noch weiteres mit vS. besprochen hätte außer, was ihr (S.B.) widerfahren sei. S.B. antwortet, sie wisse nicht, worauf Wende-Spors hinaus wolle.

Die Vorsitzende Richterin fragt, ob sie nur telefonisch Kontakt gehabt hätten. S.B. bejaht. Auf die Frage, ob sie auch schriftlich oder persönlich mit vS. kommuniziert habe, gibt S.B. an, sie habe keinen persönlichen Kontakt gehabt, nur „im Sommer mal SMS verschickt“.

Jetzt hält Wende-Spors der Zeugin konkret die SMS vor, die mutmaßlich von ihrem Handy abgeschickt worden sein soll: „Huhu, bitte denk dran, wir haben nicht über das Verfahren gesprochen […]“

S.B. antwortet, dass das stimme, sie habe das geschrieben, da, wenn daraus hervorgehe, dass sie sich unterhalten haben, der Eindruck entstehen könnte, dass sie (S.B.) Leute manipuliere, was ihrer Meinung nach nicht so sei.

Die Vorsitzende Richterin hakt noch, ob vS. und S.B. sich „nur unterhalten“ hätten, worauf S.B. bejaht; vS. habe auch gesagt, dass sie nicht lüge und S.B. fände das ok.

Wende-Spors erwidert, dass S.B. von der Sorge getragen sei, dass sie manipuliere, und fragt, ob das nicht genau das sei, was S.B. gemacht habe. S.B. bejaht.

Wende-Spors fragt, ob sie es richtig verstanden habe, ob S.B. damit habe erreichen wollen, nicht in Verdacht zu kommen, Zeugen zu manipulieren. S.B. bejaht erneut. Wende-Spors sagt, sie verstehe das nicht, denn damit habe S.B. ja manipuliert.

S.B. antwortet bejahend, da es ja geheißen habe, man solle sich nicht unterhalten, und dass sie ja gesagt hätte, vS. solle nicht lügen. Wende-Spors erwidert, dass man bereits lüge, wenn man nicht vollständig aussage. S.B. antwortet darauf „ok.“

Die Vorsitzende Richterin fragt, ob S.B. noch mehr gesagt habe, was vS. erzählen oder nicht erzählen solle. S.B. verneint, sagt,vS.sei eine „eigenständige Person“.

[unverständlich]

Wende-Spors hält S.B. daraufhin vor, vS. habe außerdem behauptet, S.B. hätte gar keine Angst vor Kronbügel und fragt S.B., was sie dazu sage.

S.B. bestätigt, dass dies ebenfalls Gesprächsthema per SMS gewesen sei, weil sie sich bei vS. nach Kronbügel erkundigt habe, als dieser im Krankenhaus war. vS. würde dies nicht verstehen; sie (S.B.) habe das gemacht „wegen der Kinder“ und um zu wissen, ob es bei ihr und ihren Kindern ruhig bleiben würde.

Wende-Spors fragt, ob es also richtig sei, dass S.B. nach dem Krankenhausaufenthalt gefragt habe, was S.B. bejaht. Auf die Frage nach dem Grund für diese Nachfrage gibt S.B. an, dass es ruhiger sei, wenn er nicht da sei, dass dann kein Ärger drohe. Die Frage, ob es ihr um Kronbügels Wohl gegangen sei, verneint S.B., die folgende erneute Frage, ob es ihr darum gehe, dass er dann verhindert sei, bejaht sie wiederum.

Die Vorsitzende Richterin fährt fort und sagt, vS. habe des Weiteren behauptet, S.B. habe einmal vS. gefragt, ob sie (S.B.) sich Kronbügel „mal zur Brust nehmen“ solle, als dieser etwas bei vS. kaputt gemacht hatte, an ihrer Tür. S.B. verneint empört und fragt, was sie denn „da machen“ solle, sie habe doch keine Chance. Wende-Spors fragt, ob S.B. sich erinnern könne, wie sie in der von vS. beschriebenen Situation reagiert habe. S.B. antwortet, sie habe keine Ahnung. Wende-Spors fragt darauf, was S.B. stattdessen gesagt habe. S.B. antwortet, sie habe vS. gesagt, sie solle das Geschehene anzeigen. Erneut gefragt, ob sie angeboten habe, sich Kronbügel „vorzuknöpfen“, verneint S.B. mit Nachdruck.

Wende-Spors fragt, warum vS. so etwas behaupten könnte. S.B. antwortet, sie habe keine Ahnung, sie wisse nur, dass vS. „ziemlich sauer“ sei und sage, dass sie (S.B.) sich anders darstelle, als sie sei. Wende-Spors fragt daraufhin, ob sie noch mal Kontakt hatten. S.B. bejaht; nachdem vS. vor Gericht gewesen sei. Wende-Spors will wissen, ob damit der 10.08.18 gemeint sei, was S.B. unsicher bejaht.

Die Vorsitzende Richterin fragt anschließend, ob vS. sich noch mal gemeldet habe; sie sei ja noch mal „hier“ gewesen. (Wende-Spors stellt fest, dass B. von der erneuten Ladung von v.S. gar nichts wisse) S.B. verneint.

Nun fragt Wende-Spors, ob es richtig sei, was S.B. erzählt habe, über die Kinder, über die Einstellung und das Verhalten des Angeklagten bei S.B. zu Hause; ob es der Wahrheit entspreche oder S.B. es übertrieben dargestellt habe – aufgrund S.B.‘s Wunsch, dass Kronbügel möglichst lange weg gesperrt würde. S.B. antwortet darauf, dass sie nicht übertrieben habe.

Die Vorsitzende Richterin lässt das Fragerecht umlaufen; die weiteren Richter*innen, die Staatsanwältin sowie der psychiatrische Sachverständige haben keine weiteren Fragen.

Der Verteidiger des Angeklagten, Mosenheuer, will die Zeugin befragen. Er beginnt mit einer Frage, die er „das letzte Mal vergessen“ habe; er sagt, S.B. habe in einer Mail an „die Geschäftsstelle“ geschrieben, sie habe auch den Ärzten in der Klinik, in der sie einen Aufenthalt hatte, die Vorankündigung Kronbügels mitgeteilt. Er fragt S.B., ob sie bereit wäre, diese Ärzte zu laden.

S.B. fragt unsicher, warum; was „das damit zu tun“ habe. Die Vorsitzende Richterin weist darauf hin, dass es die freie Entscheidung der Zeugin wäre und ihr dies mitgeteilt werden müsse. Darauf sagt S.B., sie wolle nicht, dass die Ärzte geladen werden.

Der Verteidiger fragt, ob es einen Kontaktabbruch wie im SMS-Verkehr mit vS. auch schon beim telefonischen Kontakt gegeben habe. S.B. antwortet, dass sie erst nach dem SMS-Verkehr versucht habe, mit vS zu telefonieren, und dass es am Telefon dann zum „richtigen Abbruch“ gekommen sei. Auf die Nachfrage, ob es korrekt sei, dass vS. gegenüber S.B. geäußert habe, dass sie den Kontakt beenden wolle, bestätigt S.B. dies.
Als nächstes fragt der Verteidiger, ob vS. gewollt habe, dass ihre Anschrift dem Gericht genannt würde. S.B. antwortet darauf, dass sie vS. diesbezüglich gefragt, und diese die Frage bejaht hätte. Daraufhin fragt der Verteidiger, ob S.B. vS. nach ihrer Anschrift gefragt habe. S.B. bejaht. Der Verteidiger will im Anschluss wissen, ob S.B. auch gesagt habe, dass sie vSs Anschrift auch auf anderem Wege herausfinden könnte und fragt auf Bitte von S.B. konkreter, ob S.B. gesagt habe, dass sie die Anschrift über das Finanzamt herausfinden könnte. S.B. antwortet, dass sie dies dürfe, wenn vS. dem zustimme. Die Vorsitzende Richterin wirft ein, dass sie nicht verstehen würde. Auch der Verteidiger gibt an, nicht zu verstehen, warum vS. anbieten sollte, dass S.B. die Adresse über das Finanzamt herausfinden könnte. S.B. gibt daraufhin an, sie habe die Adresse von vS. nicht mehr gehabt. Mosenheuer äußert, er habe es als Drohung S.B.s aufgefasst, was diese empört zurückweist und sagt, dass sie so etwas nicht tun würde.

Der Verteidiger fährt fort und gibt an, dass die Zeugin vS. behauptet habe, dass S.B. ihr gegenüber erwähnt hätte, dass die Strafe für Kronbügel höher ausfallen würde, je mehr Belastungszeugen aufträten. S.B. verneint, sie wisse nicht, wer ihr das gesagt haben sollte. Der Verteidiger äußert darauf, dass es durchaus möglich sei, dass vS. etwas falsch verstehe, er S.B. lediglich vSs Aussagen vorhalte, was S.B. zur Kenntnis nimmt.
Als nächstes fragt Mosenheuer, ob S.B. sich auch mit Frau S. über den Inhalt der Vernehmung unterhalten habe. Dies bejaht S.B., da sie mit Frau S. viel Kontakt habe. S.B. bejaht die Frage Mosenheuers, ob sie sich mit Frau S. unterhalten habe, bevor diese vor Gericht ausgesagt habe. Daraufhin belehrt Mosenheuer S.B., das sie das „ja eigentlich nicht sollte“ und will wissen, warum S.B. es dennoch getan habe. Diese antwortet, dass sie sich mit Frau S. über alles unterhalten habe, was sie (S.B.) angehe. Mosenheuer antwortet darauf, dass er das verstehen könne, da „man jemanden braucht, mit dem man reden kann, eine Freundin“, fragt aber genauer nach, ob S.B. auch konkret erzählt habe, was sie alles vor Gericht geäußert hatte. Dies sei doch Manipulation, worüber die Vorsitzende Richterin S.B. ja bereits belehrt hätte. Er fordert S.B. auf zu schildern, wie das Gespräch zwischen ihr und Frau S. ablief.
S.B. antwortet, sie habe mit Frau S. im Garten gesessen und sich „ganz normal“ unterhalten. Mosenheuer fragt, ob sie auch gemeinsam überlegt hätten, was der Sinn der Fragen vor Gericht sein könnte. S.B. bejaht. Mosenheuer will wissen ob das S.B. erheitert habe – dies hätte Frau S. ausgesagt. S.B. antwortet, dass sie es erheiternd finde, wenn sie zu „Sachen“ Auskunft geben solle, mit denen sie nichts zu tun habe, dass sie aber nicht „rumgegackert“ hätte.

Im Anschluss fragt der Verteidiger, ob die gemeinsamen Kinder S.B.s und Kronbügels von dem Verfahren wüssten und was sie dazu sagten. S.B. gibt an, dass ihr Sohn gegoogelt habe; dass beide Kinder vom Verfahren wüssten und ihn besuchen und „sich selbst ein Urteil bilden“ wollen würden. Auf die Frage, wie sie zu diesem Wunsch stehe, antwortet S.B., sie habe ihrem Sohn gestattet, Kronbügel zu besuchen, und, nachdem diese ebenso den Wunsch geäußert hätte, auch ihrer Tochter. Es gehe dabei nicht nach ihr, sondern nach ihren Kindern.

Des Weiteren hält Mosenheuer S.B. vor, vS. habe gesagt, dass S.B. ihr von ihrer (S.B.s) Borderline-Erkrankung erzählt hätte. Dies sei im vorläufigen Abschlussbericht der Klinik nicht diagnostiziert, antwortet S.B. Auf die Frage Mosenheuers, ob die Diagnose früher mal gestellt worden sei, antwortet S.B., dass das sein könne. Daraufhin will Mosenheuer wissen, ob S.B. sich an ein persönliches Gespräch mit vS. über ihre (S.B.s) Erkrankung erinnere. Das verneint S.B. Der Verteidiger hält vor, vS. habe angegeben, sich gewundert zu haben, da sie gedacht habe, mit einer Borderline-Erkrankung gehe selbstverletzendes Verhalten einher, S.B. habe dann aber erklärt, dass stattdessen auch die Suche nach Aufmerksamkeit damit verbunden würde. S.B. erwidert, dass sie sich nicht an eine derartige Aussage erinnere. Mosenheuer fragt, ob S.B. sich mal selbst verletzt habe. Als S.B. bejaht, fragt er weiter, wann das gewesen sei. S.B. antwortet, dass es im Januar „vor der Einweisung“ dazu gekommen sei und bestätigt auch Mosenheuers Anschlussfrage, ob sie sich auch früher bereits selbst verletzt habe. Sie könne nicht genau sagen, wann das gewesen sei; es sei „zwischendurch“ dazu gekommen und sie habe immer versucht, die Verletzungen zu verstecken.
Die Vorsitzende Richterin wirft ein, nachfragen zu müssen. Sie erkundigt sich bei S.B. nach der Form des Selbstverletzens und fragt konkret nach „Ritzen“. Letzteres bejaht S.B. Darauf fragt die Vorsitzende Richterin, ob S.B. wirklich nicht wisse, ob ihr in der Vergangenheit eine Borderline-Diagnose gestellt worden sei, da dies etwas sei, dass „man wissen“ müsse. S.B. antwortet, dass sie keine derartige Diagnose vorliegen habe; sie habe mit Ärzten darüber gesprochen, aber noch keinen entsprechenden Bericht. Wende-Spors fragt darauf, ob ihr ihre Ärzte ihr gegenüber etwas entsprechendes erwähnt hätten. S.B. antwortet, dass ihr neuer Arzt/Psychologe nichts dazu gesagt habe und ergänzt, dass sie „ganz gerne mal eine Diagnose“ hätte. Auf die Frage, ob Borderline in früheren Gesprächen mit Ärzten thematisiert worden sei, antwortet S.B., das habe auf Überweisungen gestanden; ihre Hausärztin hätte sie dann auch mit „Verdacht auf Borderline“ eingewiesen.
Auf die Fragen der Vorsitzenden Richterin, wann das gewesen sei und ob die Einweisung gegen den Willen S.B.s erfolgt sei, antwortet diese, dass sie 2012 und nicht gegen ihren Willen eingewiesen worden sei. Auf die Frage, ob in der Klinik Borderline erwähnt worden sei, antwortet S.B., dass das „irgendwo“ gestanden habe, hauptsächlich aber der Verdacht auf Depression im Vordergrund gestanden habe.

Im Anschluss stellt Verteidiger Mosenheuer wieder Fragen. Er hält S.B. vor, dass vS. S.B. vorgeworfen habe, nicht die Wahrheit zu sagen. Dann will er wissen, wie die Beziehung zwischen S.B., Kronbügel und den gemeinsamen Kindern gewesen sei, während Kronbügel und vS. in einer Beziehung waren. S.B. antwortet, die Beziehung sei „unterschiedlich“ gewesen, „teilweise normal“. Es habe auch Treffen ohne vS. gegeben, zum Beispiel, weil diese einmal „abgehauen“ sei, worauf S.B. dann mit Kronbügel und den Kindern alleine gewesen sei. Sie ergänzt, dass es problematisch gewesen sei, wenn Kronbügel bei ihr zu Hause bzw. im Ort gewesen sei; Treffen „außerhalb“ könne sie ggf. abbrechen. Daraufhin fragt der Verteidiger, wie es im Fall des Treffens am See gewesen sei, von dem auch in den SMS zwischen vS. und S.B. die Rede gewesen sei. S.B. antwortet, dass in dem besagten Fall Kronbügel zunächst zu ihr nach Hause gekommen sei, sie aber gesagt habe, dass sie das nicht wolle und ihn aufgefordert habe, zum See zu kommen. Der Verteidiger hält S.B. vor, dass vS. ausgesagt habe, dass das Treffen von S.B. ausgegangen wäre. Dies verneint S.B.; Kronbügel sei gekommen „wann er wollte“ und habe sich nicht an vereinbarte Umgänge halten können. Der Verteidiger fragt nach, ob der besagte See sich in Nusse befinde, was S.B. bestätigt; er sei in der Nähe, „etwas versteckt“.

Da der Verteidiger des Angeklagten keine Fragen mehr hat, fragt die Vorsitzende Richterin den Angeklagten, ob dieser Fragen habe, was Kronbügel verneint. Daraufhin (um 11:45) wird die Zeugin unvereidigt entlassen und die Vorsitzende Richterin kündigt an, dass das Verfahren nach der Mittagspause, um 13 Uhr, weitergehe.

Die Verhandlung wird um 13:10 Uhr wieder aufgenommen. Es wird die Verlesung der bisherigen Verurteilungen Kronbügels samt Auszügen aus den jeweiligen Urteilsbegründungen fortgesetzt (begonnen am 27.08.18, siehe Protokoll des 11. Verhandlungstages, zweiter Teil am 29.08.18, siehe Protokoll des 12. Verhandlungstages).

Urteil des Landgerichts Hamburg vom 09.01.1997

Angeklagte Stephan Kronbügel und C. M. M. Kronbügel wurde wegen sexueller Nötigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt, M. wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Geldstrafe.

Auszug aus Tenor und Urteilsbegründung:
Der Angeklagte Kronbügel und die Geschädigte Frau T. kannten einander aus der [rechten] Skinheadszene. Sie waren eng befreundet und schliefen miteinander, waren aber kein Paar. Während der Haft Kronbügels (siehe Protokoll vom 12. Verhandlungstag am 29.08.18) hatte er Kontakt zu T., die ihn auch in der Haft besuchte. Seinen ersten Hafturlaub am 10.08.96 wollte Kronbügel mit T. verbringen und anschließend bei ihr übernachten. Kronbügel und T. gingen in Begleitung des Angeklagten M. in das Lokal J. In Hamburg-Rahlstedt. Die beiden Angeklagten tranken viel. Im Lokal griff Kronbügel der Geschädigten an die Brust und zwischen die Beine. Gegen 21:26 fuhren die beiden Angeklagten und T. mit dem Taxi zu T., die mit dem Besuch und der Übernachtung beider Angeklagter einverstanden war. Bei T. angekommen, trank Kronbügel. eine angebrochene Flasche Korn leer, die er in der Wohnung gefunden hatte, während T. ihr Doppelbett für die beiden Angeklagten und eine Liege im Wohnzimmer für sich vorbereitete. Kronbügel sprach dann davon, den Hund von T. über den Balkon schmeißen zu wollen. T. brachte diesen daraufhin in Sicherheit. Im Anschluss legte sie sich, bekleidet mit einem Sommerkleid und Unterwäsche, auf der Liege schlafen. Einige Zeit später setzte sich Kronbügel zu ihr auf die Liege, griff ihr in den Ausschnitt und leckte ihr über das Gesicht. T. wehrte sich verbal, sagte, Kronbügel solle sich zu M. ins Bett legen. Dies hat Kronbügel als Aufforderung aufgefasst, seine sexuellen Bedürfnisse mit M. zu befriedigen. Kronbügel wurde daraufhin sehr wütend, schlug T. vier Mal mit der Faust ins Gesicht und trat sie mit Stiefeln, u.a. gegen den Kopf und in den Unterbauch, als sie bereits am Boden lag. Kronbügel würgte T. und stellte seinen Fuß samt Stiefel auf den Hals von T. Diese flehte Kronbügel an, von ihr abzulassen, er ließ aber nicht nach. Stattdessen befahl Kronbügel, T. solle ihre Unterhose ausziehen, was diese tat. Kronbügel entnahm daraufhin den Personalausweis von T. aus deren Portemonnaie, rollte diesen und führte ihn in T‘s Vagina ein. Diese ließ ihn aus Angst vor weiteren Schlägen und Tritten gewähren. Anschließend stand Kronbügel über der am Boden liegenden T, öffnete und schloss wiederholt den Reißverschluss seiner Hose und fragte den beistehenden M., ob er „auch will“. Dann holte Kronbügel zwei Bananen, reichte eine M., der seine aß, während Kronbügel seine zerkaute und nach und nach auf die immer noch am Boden liegende T. spuckte. Schließlich schlug Kronbügel M. vor, T. umzubringen. Dieser antwortete, dass das nicht lohne, da Kronbügel demnächst aus der Haft entlassen werden würde. Daraufhin drohte Kronbügel T., sollte diese zur Polizei gehen. Er zerstörte noch das Telefon und den Anrufbeantworter von T. und warf ein Regal um.
Die Geschädigte T. verbrachte im Anschluss 1,5 Wochen im Krankenhaus. Sie hatte einen Riss in der Schamlippe, eine beschädigte linke Orbita (Augenhöhle), in der operativ eine Platte eingesetzt werden musste. Zum Zeitpunkt der Vernehmung hatte T. immer noch andauernde Sehschwierigkeiten und ein halbseitiges Taubheitsgefühl im Gesicht. T. hat ihre Wohnung gewechselt und den Kontakt zur [rechten] Skinheadszene weitgehend eingestellt.
Die beiden Angeklagten zeigten sich nicht einsichtig.

Urteil des Amtsgerichts Schwarzenbek vom 8.6.2006

Angeklagte:
M S., geb. in Oldesloe
N.K. geb. in Hamburg
S.K.geb. in Hamburg
Stephan Kronbügel, geb. in Hamburg

Alle vier wurden verurteilt wegen gefährlicher Körperverletzung (teilweise nach Jugendstrafrecht). S. hat eine Verwarnung und eine Geldstrafe von 3600€ bekommen, die beiden K.s einen zweiwöchigen Dauerarrest und Kronbügel eine einjährige Freiheitsstrafe.

Auszug aus Tenor und Urteilsbegründung:
Am 11.7.2005 um 1 Uhr nachts, nach dem Schützenfest in Linau, hat S.K. der Zeugin W. Whisky angeboten. Kurz darauf wurde der Angeklagte Kronbügel aggressiv und schlägt dem Begleiter W.s, dem Zeugen R., die Flasche auf den Hinterkopf, wovon dieser eine 4cm große Platzwunde davon trägt. Alle vier Angeklagten schlagen R. ins Gesicht und treten – als er bereits auf dem Boden liegt – auf ihn ein. Er schafft es paar Meter zu fliehen, die Angreifer holen ihn ein, schlagen ihn erneut zusammen. Er flieht wieder, diesmal auf ein Hausgrundstück, sie treten ihm die Beine weg und anschließend weiter auf ihn ein. Zwei weitere Zeug_innen können die Angreifer davon abbringen. Die Angegriffenen tragen Hämatome und Abschürfungen, R. zusätzlich einen – bis zum Urteilsspruch in Behandlung befindlichen – Tinnitus davon. Beide haben zum Zeitpunkt der Vernehmung immer noch Albträume und Todesangst.

Urteil des Amtsgerichts Ratzeburg vom 24.09.09

Der Angeklagte Stephan Kronbügel wurde wegen Sachbeschädigung zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Auszug aus Tenor und Urteilsbegründung:
Am 25.11.08 war der Angeklagte aufgrund von Problemen mit seiner damaligen Partnerin S. B. wütend und alkoholisiert. Er warf mit einem Ziegelstein auf den Hauseingang von S.B. in Nusse und schmiss in der Wohnung S.B.s einen PC zu Boden.

Urteil des Amtsgerichts Ratzeburg vom 17.12.09

Der Angeklagte Kronbügel wurde wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung und zu einer Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 3000 Euro an S.B. verurteilt.

Auszug aus Tenor und Urteilsbegründung:
S.B. trennte sich Anfang 2008 von K, seitdem kam es zu regelmäßigem Kontakt K.s mit den gemeinsamen Kindern und S.B., sowie unregelmäßig zu Geschlechtsverkehr zwischen Kronbügel und S.B.
S.B. erklärte sich am Tag der Tat bereit, Kronbügel im Auto zu einem Termin mitzunehmen. Kronbügel war während der Fahrt aggressiv gestimmt, unter anderem weil S.B. ihn wegen Sachbeschädigung angezeigt hatte (siehe Urteil des AG Ratzeburg vom 24.09.09). S.B. forderte Kronbügel deshalb auf, das Fahrzeug zu verlassen, dieser weigerte sich jedoch und verlangte seinerseits von S.B., nach Trittau gefahren zu werden. Er würgte S.B. mit beiden Händen und schlug ihr mehrfach ins Gesicht. S.B. erlitt eine Nasenbeinfraktur und Hämatome am Hals und im Gesicht.

Urteil des Amtsgerichts Ahrensburg vom 18.03.10

Der Angeklagte Kronbügel wurde wegen räuberischer Erpressung sowie tateinheitlicher Körperverletzung und Diebstahls unter Einbezug früherer Strafen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt.

Auszug aus Tenor und Urteilsbegründung:
Am 26.05.09 begab sich Kronbügel mit zwei weiteren Personen in den Lidl-Supermarkt in Trittau, wo er eine Flasche Wodka im Wert von 4,99 Euro unter seiner Jacke versteckte und versuchte, mit dieser den Laden zu verlassen. Im Bereich hinter der Kasse wurde er jedoch vom Lidl-Mitarbeiter D. angesprochen und gebeten, ins Büro des Ladens mitzukommen. Daraufhin stellte Kronbügel die Wodkaflasche ab und wollte ohne diese den Laden verlassen. Die Türen waren aber bereits verschlossen worden. Darüber, und darüber, dass D. versuchte, ihn festzuhalten, erzürnte Kronbügel sich. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits alkoholisiert. Er schlug den Mitarbeiter D., wobei dieser weitestgehend ausweichen konnte und sich „nur“ eine Lippenverletzung zuzog. Kronbügel gab später an, „Mist gebaut“ zu haben.

Urteil des Landgerichts Lübeck vom 20.6.2014

S.K. wird wegen Sachbeschädigung zu drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Es handelte sich um ein Berufungsverfahren, nachdem S.K. gegen ein Urteil des Amtsgerichtes Ahrensburg vom 29.11.2013 Berufung eingelegt hatte.

Am 14.12.2012 feiert S.K. mit Zeuge C. S. und Zeuge E. den Geburtstag des letztgenannten. Um 3 Uhr des 15.12.2012 beendete die Polizei die Party aufgrund von Ruhestörung. Die drei genannten verlassen mit anderen Partygästen die Wohnung. Aus Frust ob der Beendigung der Party zieht sich S.K. eine Sturmhaube auf und sucht nach Möglichkeiten seine Aggression auszulassen. Er nimmt einen großen Stein aus einem Vorgarten und wirft damit ein Fenster eines parkenden PKW ein. Die Zeugen rennen weg. S.K. hatte auf der Party wohl Alkohol getrunken, zeigte aber keine alkoholisiertheitstypischen Erscheinungen.

Urteil des Amtsgerichts Hamburg-Harburg vom 23.06.14

Strafbefehl gegen Kronbügel. Geldstrafe in Höhe von 140 Euro wegen Diebstahls geringwertiger Sachen. Kronbügel hatte am 12.03.14 versucht, im Supermarkt Kaufland ein Päckchen Zigaretten zu entwenden.

Urteil des Amtsgerichtes Hamburg-Harburg vom 11.4.2016

S.K. wird wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen á 8 Euro verurteilt. Er hatte am 18.11.2015 in Karstadt Lederhandschuhe im Wert von 59 Euro entwendet. Er gestand die Tat.

Urteil des Amtsgerichts Hamburg-Harburg vom 26.01.17

Strafbefehl gegen Kronbügel. Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 8 Euro. Kronbügel hatte bei Karstadt Parfüm im Wert von 34 Euro entwendet.

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